Das Heinsen’s – Zusammenspiel zwischen Tradition und Innovation

Das um 1900 erbaute Gebäude ist eines der Wahrzeichen Ellerbeks

Das um 1900 erbaute Gebäude ist eines der Wahrzeichen Ellerbeks Photo (c) Heinsen’s

Der Besuch des Landgasthofs Heinsen‘s in Ellerbek auf der großzügig bemessenen Gartenterrasse hätte schöner nicht beginnen können. Jo vom Service empfängt mich mit einem freundlichen Lächeln. Ihr macht der Job merklich Spaß und sie hat immer ein waches Auge auf ihre Gäste, sollte es Fragen oder Wünsche geben.

Bevor ich die Karte studiert habe, erscheint bereits Abdul und reicht den Gruß aus der Küche: Tomate, Mozzarella auf Feldsalat, dazu noch Brot mit Kräuterquark. Die bestellten Getränke sind ebenso sehr schnell am Platz.

Ein Rundumblick in der Außengastronomie beweist die Heinsens-Philosophie: Der Gast möge sich wohlfühlen: Kein Chichi, alles bodenständig. Gemütliche Strandkörbe, Schatten spendende bunte Sonnenschirme und kleine Blümchen auf den Tischen setzen diese Intention um. Ein kleiner Sandkasten für die Kinder wartet auf seine Benutzer.

Eines der Highlights des Heinsens: der Gemütlicher Biergarten

Eines der Highlights des Heinsens: der gemütliche Biergarten

Ich möchte nicht schon wieder das in meinen Augen Heinsen‘s-Highlight essen: das Wiener Schnitzel vom Kalb mit Bratkartoffeln und Kopfsalat mit Orangen-Joghurt-Dressing für 21,90 € (ein Gedicht!). Also entscheide ich mich für die Farfalle mit Pfifferlingen und Schnittlauch-rahm (9,90 €). Dazu gibt es wahlweise Hähnchenbrust-Streifen, Butterfly-Scampi oder Rinderfilet-Streifen (mit vertretbaren Aufpreisen). Die Nudeln sind auf den Punkt al dente und die Pfifferlinge in der Sauce sehr schmackhaft. Das Gericht behält seine Leichtigkeit, weil der Rahm nicht dominiert und frische Kräuter verwendet werden.

Ebenfalls empfehlenswert ist das gegrillte Doraden-Filet mit Pfifferlings-Risotto (17,90 €). Der Reis hat die für ein Risotto notwendige „Schlotzigkeit“, ist aber gleichwohl nicht fettig auf der Zunge. Der Fisch erfährt über einen Plattengrill seine Garung und bleibt dabei schön saftig. Ein gelungenes Gericht.

Die Karte bietet für jeden Geschmack etwas. Neben den traditionellen Dauerrennern, den Ellerbeker Klassikern gibt es alle drei bis fünf Wochen einen Wechsel mit saisonalen Gerichten. Also folgen beispielsweise dem Spargel die Pfifferlinge.

Daneben gibt es immer die Klassiker, zum Beispiel Zander, Pannfisch, das besagte Wiener Schnitzel und auch hausgemachte Käs-Spätzle mit Rapunzen. Sobald es das Wetter zulässt, ist das großzügig bemessene Gartenlokal der Ort der Wahl, sein Mittagessen einzunehmen, einen Abend mit Freunden zu verbringen oder die Feier mit der Familie durchzuführen.

Das junge Hensens-Team (vorne von links) Josephine, Shaima, Caroline  (dahinter) Carsten, Dennis

Das junge Heinsens-Team
(vorne von links) Josephine (Jo), Shaima, Caroline (dahinter) Carsten, Dennis

Um das Heinsen‘s komplett kennenzulernen, muss man sicherlich mehrmals vorbeischauen. Zu umfangreich ist das Angebot in dem wunderschönen Jugendstilhaus, das – um 1900 erbaut – bereits seit langer Zeit eines der Wahrzeichen Ellerbeks ist. Heinsen‘s bietet weiterhin bed & breakfast und ist damit auch ein Hotelbetrieb. Und was für ein Frühstück. Im größten Hotelbuchungsportal booking.com erreicht das Heinsen‘s mit 8,6 von 10 Punkten die Kundenbewertung „fabelhaft“. Das ist ein hervorragendes Zeugnis derer, die im Heinsen‘s übernachtet haben.

Sehr gerne kommen Gäste zum Nachmittagskaffee, der mit einem Stück selbstgebackener Torte zum Naschen verführt. Schließlich bietet das Heinsen‘s auch Veranstaltungsräume für Gruppen, Vereine oder Feierlichkeiten jeder Art. Besonders gerne wird hier geheiratet.

Das Heinsen's steht für gemütliche Atmosphäre

Das Heinsen’s steht für gemütliche Atmosphäre

All das hat Ulrike Carstensen geschaffen: mit stetigem Einsatz, großem Engagement und liebevollen Dekorationsideen hat sie ein Schmuckkästchen bereitgestellt. Das Heinsen‘s vermittelt etwas von Wohnzimmeratmosphäre, in der man sich wohlfühlt.

Tochter Caroline ist seit einigen Monaten die verantwortliche Restaurantleiterin. Sie wurde im Hotel-Restaurant Jagdhaus Waldfrieden zur Restaurantfachfrau ausgebildet. „Ich verantworte unser Haus nach außen, aber die Chefin ist immer noch ganz klar unsere Mutter“, beschreibt die 25-jährige ihre Position, die in wenigen Wochen ihre Meisterausbildung beginnt.

Auch wenn die Kinder nach eigenen Angaben sehr viele Freiheiten genießen, wichtige Entscheidungen erfolgen immer in Absprache mit dem Familienoberhaupt.

Ebenfalls im Unternehmen tätig ist Sohn Mats Niklas. Er hat bis 2012 im renommierten Louis C. Jacobs gelernt, macht derzeit eine Zusatzausbildung als Hotelbetriebswirt. Er ist nach eigenem Bekunden fast täglich im Heinsens, meist hinter den Kulissen in der Verwaltung.

 

Zwei Generationen - ein gemeinsames Ziel: die Heinsen's Gäste sollen sich wohlfühlen
Zwei Generationen – ein gemeinsames Ziel: die Heinsen’s Gäste sollen sich wohlfühlen Photo (c) Heinsen’s

Das Heinsen‘s ist damit gutes Beispiel für einen harmonischen Generationswechsel und zugleich für erfolgreiches Zusammenspiel zwischen Tradition und Innovation.

Einerseits kocht Stefan Berndt schon seit 13 Jahren im Heinsen’s und Abdul ist sogar noch ein Jahr länger im Service. Andererseits bilden die „jungen Heinsens-Wilden“ ein erfrischend spritziges Team, das Neues ausprobiert und die Gäste mit gutem Service liebevoll umsorgt.

Damit bleibt das Heinsen‘s auch künftig spannend und immer für einen Besuch gut.

Das Heinsen‘s in Ellerbek erhält die www.dorfgeflüster-online.de Empfehlungs-Plakette und nimmt teil am Wettbewerb Dorfgeflüster-online Restaurant des Jahres 2015. rr

 

 

 

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